Viren im Netzwerk

Viren, Trojaner und andere Malware auf Computern können sehr gefährlich sein. Sie werden von einigen Experten sogar als Kriegswaffen der Zukunft angesehen, da man durch hochkomplexe Viren ganze Staaten lahmlegen kann. Aufsehen erregte 2010 der Befall eines iranischen Atomkraftwerks mit dem Wurm “Stuxnet”. Industrieanlagen und hochgefährliche Atomkraftwerke sind also auch nicht gefeit vor der digitalen Gefahr. Ebenso Stromnetze oder Waffensysteme. Sicherheitsexperten als Staatsbedienstete stehen gerade hoch im Kurs und können sich ihr Gehalt fast aussuchen. Denn die Regierungen müssen Vorsorge treffen gegen Hacker und ihre viralen, digitalen Waffen.

Wirtschaft sowie Privat-PCs betroffen

Abgesehen von dieser höchsten Ebene sind auch Privatverbraucher und Unternehmen betroffen von Viren, Trojanern & Co, denn geheime Daten können gestohlen werden und Schaden auf Systemen angerichtet werden. Ein Trojaner im Computer Netzwerk einer Maschinenbaufirma, der alle gefundenen Daten an eine Konkurrenzfirma im Ausland weiterleitet, kann große wirtschaftliche Schäden nach sich ziehen. Denn der Konkurrent könnte Produktdetails kopieren und den Wettbewerbsvorteil des Unternehmens einfach stehlen. Einige Hacker wollen sich auch einfach nur beweisen und so viel Schaden wie möglich anrichten. Dabei sind Viren und Würmer meist so programmiert, dass sie sich so oft wie möglich reproduzieren und bei jeder Möglichkeit auf ein anderes System verbreiten. Schon ein USB-Stick kann dabei unbemerkt zur Verbreitung eines Virus benutzt werden. Insbesondere sind aber Netzwerke betroffen.

Was tun bei Viren im Netzwerk?

Zunächst muss jegliche Verbindung zum Internet unterbrochen werden. Auch das Netzwerk sollte getrennt werden. Danach muss jeder PC und Server im abgesicherten Modus mit einer Anti-Virensoftware gescannt werden. Nachdem dies geschehen ist, sollte mit einer zweiten Anti-Virensoftware nochmals ein Scan im abgesicherten Modus durchgeführt werden. Dies dient zur Absicherung, falls das erste Programm bestimmte Viren nicht erkannt hat. Eventuell hat sich das Problem damit schon erledigt.

Es existieren allerdings sehr hartnäckige Viren, bei denen nichts anderes als die Formatierung hilft. Es sollte vor diesem Schritt unbedingt ein Backup von wichtigen Daten gemacht werden. Alles, was auf dem Computer Netzwerk, bzw. dessen Einzelcomputern, neu installiert werden kann, sollte dabei unberücksichtigt bleiben und gelöscht werden. Unter Umständen muss man Experten hinzuziehen, da sich Viren auch genau in den Dateien festgesetzt haben könnten, die durch das Backup gesichert wurden.

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